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1.
Einleitung Ernährung während der Krebstherapie
2. Welche
Ernährung während der Krebstherapie?
3. Ernährung bei
besonderen Symptomen
4. Der Zusammenhang zwischen Krebs +
Ernährung
4.1 Krebs und seine Ursachen
4.2
Fettverzehr, Übergewicht, Ballaststoffe
4.3 Einfluss von
Vitaminen und Mineralstoffen
4.4 Einfluss von
aufgenommenen Schadstoffen
4.5 Tipps
5. Welche Ernährung nach Abschluss der Krebstherapie?
Über den Zusammenhang von Ernährung und Krebs ist schon einiges geschrieben worden. Dass es einen Zusammenhang gibt, ist inzwischen erwiesen, also lohnt sich sicher auch die Auseinandersetzung mit dem Thema. Eine "Wunderwaffe" gegen den Krebs ist die richtige Ernährung mit Sicherheit nicht. Es scheint aber in der Tat einen nicht unerheblichen Einfluss zwischen Ernährung und der "Entstehung von Krebs" zu geben. Dennoch erwarten viele an Krebs erkrankte Menschen viel Positives von einer "Krebsdiät". Was tatsächlich zu erwarten ist, findet sich unter den Punkten 2 und 3. Punkt 4 behandelt die Prävention, in Punkt 5 geht es um die Möglichkeit, ein Widerauftreten zu verhindern.
Da durch die Erkrankung der
Nährstoff- und der Energiebedarf erhöht ist, steht eine optimale
Versorgung mit Nährstoffen im Vordergrund, um die Abwehrkräfte zu
stärken und eine bessere Voraussetzung für diese zu erhalten.
Die Ernährung ist keine Waffe gegen den Krebs, aber hilft die
Voraussetzungen für ein besseres Befinden zu schaffen. Um eine optimale
Versorgung mit Nährstoffen zu gewährleisten, eignet sich eine
Vollwertkost, die auf den in der Regel angegriffenen Darm abgestimmt ist -
mit ergänzenden orthomolekularen Mikronährstoffen, die auf den Patienten
abgestimmt werden.
Abneigung gegen Fleisch und Wurstwaren (häufig bei Chemotherapie):
Fleisch durch Fisch, Eier, Joghurt
ersetzen
Durchfall:
Kein frisches Obst, keine blähenden Gemüse, keine Salate
Entzündungen der Mundschleimhaut und/oder Speiseröhre:
keine zu heißen Speisen verzehren. Verzicht auf sehr salzige, stark gewürzte Speisen und Suppen. Kein saures Obst bzw. Gemüse.
Erbrechen und Durchfälle:
Reichlich trinken (2,5 -3 l); Haferschleim
Extremer Gewichtsverlust:
Durch normale Nahrung nicht therapierbar - Sondennahrung, Zusatznahrung
Große Appetitlosigkeit:
Vermeidung von Essensgerüchen, Darreichung in kleinen Portionen.
Kau- und Schluckbeschwerden:
Keine
feste Nahrung, breiige Kost (Cremesuppen), Kartoffelbrei, Mixgetränke,
Sahnebeimischungen
Trockener Mund,
Schluckbeschwerden, verminderter Speichelfluss:
Häufig kleine Mengen Tee (z.B. Pfefferminze), Mineralwasser, Malzbier, Sauermilch.
Studien weisen darauf hin, dass es bei der Entstehung verschiedener Krebsarten einen Zusammenhang zur Ernährungsweise gibt:
| Faktoren | % Krebstodesfälle |
| Lebensmittel | 37 |
| davon: Ernährung | 35 |
| davon: Luft-/Wasserverunreinigung | 2 |
| Tabak | 30 |
| Alkohol | 3 |
| Beruf | 4 |
| Geophysische Faktoren | 3 |
| Medikamente | 1 |
| Industriechemikalien | 1 |
| Lebensmittelzusatzstoffe | 1 |
Relativ abgesichert ist dieser
Zusammenhang bei:
Ein hoher Fettverzehr begünstigt besonders
den Dickdarmkrebs (sowie Veränderungen an Prostata, Brust und
Bauchspeicheldrüse).
Die Mechanismen sind
folgende: Fett ist Lösungsmittel für krebserregende Substanzen. Fett
führt zu einer verstärkten Gallensäurenbildung. Gallensäuren werden von
Bakterien zu Deoxycholsäure und Lithocholsäure umgewandelt, die Krebs
begünstigen.
Übergewicht begünstigt Krebs
an Brust, Gallenblase und Dickdarm. Ursache ist hier oft die hohe
Fettzufuhr und das Fehlen von Ballaststoffen. Ballaststoffe sind
unverdauliche Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel. Sie kommen in
Getreide, Gemüse und Obst vor. Leider werden sie beim Mahlen des Mehles
oft entfernt (Typ 405). Früher betrug die Aufnahme an Ballaststoffen ca.
100 g, heute sind es nur noch ca. 20 g.
Im Zusammenhang mit Krebs haben Ballaststoffe den Vorteil, dass sie die
Passagezeit des Nahrungsbreis durch den Darm verkürzen, d.h.: Giftige
Inhaltsstoffe haben einen weniger intensiven Kontakt mit der Darmwand, um giftige Substanzen zu binden und zu Propionsäure,
Buttersäure und Essigsäure abzubauen. Buttersäure besitzt
schleimhauterhaltende Funktionen (Substrat für die Colonocyten), wodurch
der Angriff bestimmter cancerogener Stoffe verhindert wird.
Weiter besteht die Hypothese, dass Ballaststoffe im
Darm Gallensäuren binden, wodurch sie dem enterohepatischen Kreislauf
und damit dem Körper entzogen werden und nicht mehr zu Deoxycholsäure
und Lithocholsäure umgebaut werden können. In letzter Zeit fällt im
Zusammenhang mit Krebsverhinderung auch immer wieder das Stichwort
resistente Stärke, der man eine positive Wirkung zuschreibt.
Auch
Vitamine
haben einen Einfluss auf die Entstehung bestimmter Krebsarten: So haben
Vitamin C, Vitamin A (Beta-Carotin) und Vitamin E Eigenschaften, die die
Entstehung (nicht die Hemmung, wenn schon ein Tumor entstanden ist)
verhindern können. Ebenso Mineralstoffe (Calcium, Jod, Selen). Der Mechanismus ist häufig die Verhinderung einer so
genanntenen "Radikalbildung". Radikale sind sehr aggressive Stoffe, die
im Körper entstehen und abgefangen werden müssen. Vitamine und Mineralstoffe sind hier oft Ausgangsstoffe für oder sogar
schon selbst diese "Radikalfänger".
Vitamin C-Vorkommen: Obst, Zitrusfrüchte, Paprika, Kiwi, Kartoffeln
Beta-Karotin-Vorkommen: Möhren, Mangos,
Aprikosen, gr. Blattgemüse, Grünkohl, Spinat, Paprika
Vitamin E-Vorkommen: Vollkornprodukte, hochwertige
Pflanzenöle, Nüsse, Weizenkeime
Calcium-Vorkommen: Milch, Milchprodukte binden Gallensäuren und verhindert so
den unerwünschten Abbau von Gallensäuren. Außerdem reduziert es die
Zellteilungsquote der Schleimhaut. Eine hohe Zellteilungsrate wird mit
der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht.
Milchsäure-Vorkommen: in Milchprodukten oder in milchsauer vergorenem
Gemüse (Sauerkraut, Rote Bete-Saft) beeinflusst die Dickdarmflora des
Menschen positiv. Unter deren Einfluss siedeln sich vorwiegend gesunde
Bakterien im Darm an.
Jod-Vorkommen:
Seefisch. Verhindert Schilddrüsenkrebs.
Selen-Vorkommen: Getreide, Fisch, Fleisch, Eier, Sesam, Zwiebel,
Knoblauch. Selen ist Bestandteil der Gluthationperoxidase, einem
wichtigen Radikalfänger.
Mehrere Studien haben gezeigt, dass vegetarische Kostformen, die Milch,
Milchprodukte und Eier erlauben, in vieler Hinsicht besser als die
moderne westliche Ernährung sind. Vegetarier bleiben, Studien zufolge,
von bei uns typischen Zivilisationskrankheiten, häufig verschont.
Viele der vor Krebs schützenden Substanzen sind
in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Wenn es jetzt vorwiegend die
Vitamine sind, die einen so günstigen Einfluss haben, stellt sich die
Frage, ob Vitaminpräparate nicht auch reichen?
In pflanzlichen Lebensmitteln sind noch eine Vielzahl anderer
Substanzen (sek. Pflanzenstoffe, Nicht Provit. A-Carotinoide), die eine
Schutzwirkung, z.B. gegen das Auftreten von Arteriosklerose und Krebs
haben. Diese sind in normalen Vítaminpräparaten oft nicht zu finden.
Dazu gehören nicht nur die o.g. Vitamine, sondern auch die so genannten
sekundären Pflanzenstoffe. Sie kommen in der Regel (im Gegensatz zu den
primären Pflanzenstoffen (Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate, Ballaststoffe)
nur in geringen Mengen vor und haben pharmakologische Wirkungen.
Sekundäre Pflanzenstoffe wirken zwar
vorbeugend, können aber das Wachstum eines bestehenden Tumors nicht
aufhalten.
Da sich diese sekundären
Pflanzenstoffe erst zu Ende der Reife hin bilden, ist es zu empfehlen,
Obst und Gemüse der Saison zu erwerben.
In exportiertem Obst und Gemüse sind zwar auch Vitamine und
Mineralstoffe enthalten, aber weniger sekundären Pflanzenstoffe, da die
Ware oft unreif geerntet und künstlich gereift wird.
Da
sekundäre Pflanzenstoffe sehr sauerstoff- und hitzeempfindlich sind,
empfiehlt sich Gemüse und Obst eher unverarbeitet zu essen. Auch Schälen
ist nicht so gut, da die Stoffe in den Randschichten von Gemüse und
Obst vorkommen.
Die Auflistung zeigt
Nahrungsmittel mit anticancerogener Wirkung. Beeren, Blumenkohl,
Broccoli, Kartoffeln, Knoblauch, Möhren, Rosenkohl, Sellerie, Tomaten,
Weißkohl, Zitrusfrüchte, Zwiebeln
Es
reicht allerdings nicht aus, Lebensmittel die besonders reich an
bioaktiven Substanzen sind zu essen, sondern es kommt auf die
Abwechslung an.
Über die tierischen
Lebensmittel werden eher „Risikofaktoren", wie Fett, gesättigte Fette,
Nitritpökelsalz aufgenommen.
Auf
Milch(produkte), gelegentlichen Fleisch- und Fischverzehr sollte dennoch
nicht verzichtet werden, da ansonsten die Versorgung mit Jod und
Vitamin B12 (fast nur in Fleisch) nicht gewährleistet ist.
Bei der
Erstellung eines bestmöglich auf Ihre gesundheitliche Situation
abgestimmten Ernährungsplanes und entsprechende Unterstützung zur
Optimierung ihrer biochemischen körperlichen Situation unterstützen wir
Sie gerne.