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Frau Dr. med. Theodora Moser: Der Einfluss der Ernährung auf chronische Erkrankungen wird in meiner Praxis seit Mitte 2003 gezielt untersucht. Auf Wunsch oder auf meine Empfehlung hin wird bei unklaren Magen-Darm-Beschwerden, deutlichen Hinweisen auf eine Milchunverträglichkeit, Hautekzemen, allgemeinen Hauptproblemen bis hin zur Neurodermitis eine Ernährungsumstellung vorgenommen. Die Erfolge der Resultate sind überzeugend. Die Patienten lernen bewusster und gesünder zu essen und empfinden eine deutliche Besserung ihrer Probleme in Abhängigkeit von ihrer Konsequenz bei der eigenen Umsetzung. Die Eigenverantwortung der Patienten wird geschult. Vorangehend erfolgt in den meisten Fällen ein Nahrungsmittel-Allergie Typ III Test.
Die Rolle von Nahrungsmitteln bei der Entstehung von Entzündungsprozessen wird z.B. bei Hautproblemen (Neurodermitis, Juckreiz, Schuppenflechte, Nesselsucht) oder bei Magen-Darm-Beschwerden (Durchfälle, Blähungen, Verstopfung, Reizdarm) diskutiert.
Folgendes Modell wird derzeit in Betracht gezogen: Nahrungsmittel-Allergien vom Typ III können dann entstehen, wenn die Funktion des Darm geschädigt wird, zum Beispiel durch einseitiges Essverhalten, Stress, Umwelteinflüsse, Medikamente, Alkohol, Darminfektionen, oder toxische Belastungen. Durch die Schädigung des Darms wird er durchlässig für Nahrungsmittel und deren Bestandteile. Normalerweise werden unsere Nahrungsmittel von den Darmzellen als unschädlich "markiert". Können Nahrungsmittelbestandteile aber neben geschädigten Darmzellen "hindurch schlüpfen", fehlt diese Markierung, und das Immunsystem bekämpft die Nahrungsmittel als schädliche Eindringlinge.
Die regelmäßige Aufnahme solcher Nahrungsmittel lässt das Immunsystem dann ständig neue Antikörper produzieren, die sich mit den Nahrungsmittelbestandteilen zu immer mehr Immunkomplexen verbinden. Diese können sich dann im Körper ablagern und werden durch Entzündungsreaktionen abgebaut, nämlich mit der Ausschüttung von aggressiven Enzymen, Sauerstoffradikalen und Giftstoffen. Diese lösen den Immunkomplex auf. Die Freisetzung dieser Stoffe beschädigt jedoch gleichzeitig körpereigenes Gewebe.
Geschieht dies immer wieder, können die Entzündungsreaktionen chronisch werden und Beschwerden hervorrufen.
Diese möglichen Zusammenhänge stehen noch in der wissenschaftlichen Diskussion.
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